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Sexuell übertragbare Infektionen

Sexuell übertragbare Infektionen (STI) sind heutzutage selten, aber nicht durch Hausmittel heilbar und müssen daher von einer Ärztin bzw. einem Arzt behandelt werden. Manchmal verlaufen sexuell übertragbare Infektionen lange ohne Beschwerden und die bzw. der Erkrankte kann daher die Infektion auf andere Personen übertragen. Wenn die Infektion über längere Zeit nicht behandelt wird, kann sie medizinische Komplikationen und unter anderem auch Unfruchtbarkeit verursachen. Diese Infektionen können sich während der Schwangerschaft auch von der Mutter aufs Kind übertragen.

Wenn Sie Zweifel an der sexuellen Gesundheit Ihres Partners bzw. Ihrer Partnerin haben, bestehen Sie auf der Verwendung eines Kondoms! Die einzige andere Alternative ist auf den Geschlechtsverkehr zu verzichten. Das Kondom ist derzeit die einzige Verhütungsmethode, die vor einer Ansteckung der häufigsten Infektionen schützt – vor allem dann, wenn Sie es in Risikosituationen immer und richtig anwenden.
Sie müssen sich für Ihre Entscheidung gegenüber dem beratenden und medizinischen Personal nicht rechtfertigen!

Allerdings ist das Kondom nur mittelmäßig wirksam zur Verhütung. Zu den sexuell übertragbaren Infektionen (STI) gehören: Chlamydien, Filzläuse, Herpes genitalis, Hepatitis B, HIV/AIDS, HPV-Infektionen, Pilzinfektionen, Syphilis, Trichomonaden und Tripper/Gonorrhoe. Pilzinfektionen werden manchmal sexuell übertragen, meist sind diese durch andere Faktoren bedingt.

Die Humanen Papilloma-Viren (HPV) werden durch Geschlechtsverkehr, aber auch durch Hautkontakte übertragen. Meist wird eine Infektion nicht bemerkt und verschwindet von selbst wieder. HPV-Viren werden bei Gebärmutterhalskrebs beobachtet und können Warzen (Kondylome) im Genitalbereich hervorrufen. Vor manchen HPV-Viren können Sie sich durch eine Dreifachimpfung schützen. Die Impfung sollte möglichst vor dem ersten Geschlechtsverkehr durchgeführt werden. Die Kosten werden nicht von der Krankenkasse übernommen.

Bei Verdacht auf eine Geschlechtskrankheit suchen Sie bitte möglichst bald das STD-Ambulatorium oder eine Ärztin bzw. einen Arzt auf. Das STD-Ambulatorium des Gesundheitsamtes der Stadt Wien (mit Beratungshotline) informiert und berät kostenlos und auf Wunsch auch anonym über sexuell übertragbare Infektionen. Sie können eine ärztliche Untersuchung in Anspruch nehmen und – wenn nötig – wird auch eine Behandlung eingeleitet.

Über spezielle HIV/AIDS-Beratungsangebote (z. B. für Homosexuelle, für Frauen oder für HIV-infizierte Schwangere) können Sie sich bei der AIDS-Hilfe informieren.