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Familienplanung

Verhütung ungewollter Schwangerschaften

Information und Beratung über Verhütung sowie die dazu notwendigen Untersuchungen bekommen Sie bei Ihrer Gynäkologin bzw. Ihrem Gynäkologen, in einer Familienplanungsstelle oder in einem Frauengesundheitszentrum (siehe Adressen). Information und Beratung sind bei den Familienplanungsstellen und Frauengesundheitszentren kostenlos, bei Ihrer Kassenärztin bzw. Ihrem Kassenarzt müssen Sie die e-Card mitbringen. Falls Sie überhaupt nicht mehr schwanger werden wollen, beraten Sie Ihre Gynäkologin bzw. Ihr Gynäkologe, die Familienplanungsstellen und die Frauengesundheitszentren auch über eine Sterilisation.

Kinderwunsch

Falls Sie sich ein Kind wünschen, aber nicht schwanger werden, suchen Sie Ihre Gynäkologin bzw. Ihren Gynäkologen, eine Familienberatungsstelle oder ein Frauengesundheitszentrum auf. In diesem Fall werden Sie wahrscheinlich in eine Spezialambulanz weiter geschickt. Für die Behandlung in einer gynäkologischen Kassenpraxis müssen Sie die e-Card mitbringen, für die Spezialambulanz brauchen Sie eine Überweisung Ihrer behandelnden Ärztin bzw. Ihres behandelnden Arztes.

Schwangerschaft

Schwangerschaftstests können Sie in jeder Apotheke oder in einem Drogeriemarkt kaufen und problemlos selbst durchführen. Die heute erhältlichen Tests sind sehr zuverlässig. Falls Sie unsicher sind oder weitere Fragen haben, können Sie eine Kontrolle bei Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt, in Labors, gynäkologische Ambulanzen, Familienplanungsstellen oder Frauengesundheitszentren durchführen lassen. Wenn Sie (ungewollt) schwanger sind, nicht wissen was Sie tun sollen und viele Fragen haben, wenden Sie sich bitte an eine Familienberatungsstelle oder an ein Frauengesundheitszentrum. Familienberatungsstellen und Frauengesundheitszentren informieren Sie auch über soziale und finanzielle Hilfen und können Ihnen weiterhelfen.

Anonyme Geburt und „Babynest“

Für manche Frauen stellt eine ungeplante/ungewollte Schwangerschaft ein existenzielles Problem dar. Deshalb gibt es die Möglichkeit einer „anonymen Geburt“, Sie müssen keinen Namen nennen und lassen das Baby nach der Geburt im Spital. Das Kind wird dann zur Adoption freigegeben. Informationen über die anonyme Geburt und Schwangerenbetreuung finden Sie im Adressteil. Wenn für Sie weder eine herkömmliche Adoption noch die anonyme Geburt in Frage kommen, können Sie Ihr Baby unbeobachtet in ein „Babynest“ legen. Die Adresse finden Sie im Anhang im Adressteil.

Schwangerschaftsabbruch

In Österreich gilt die so genannte „Fristenlösung“, d. h. dass Sie laut Gesetz eine Schwangerschaft ohne Angabe von Gründen innerhalb der ersten drei Monate abbrechen können, das ist bis zur 14. Schwangerschaftswoche, gerechnet ab dem 1. Tag Ihrer letzten Regelblutung. Auch danach ist ein Abbruch noch möglich, aber nur bei schwerwiegenden Gründen wie Gefahr für das Leben der Schwangeren, Schaden für die körperliche oder geistige Gesundheit der Schwangeren, schwere geistige oder körperliche Behinderung des Fötus oder Unmündigkeit der Schwangeren (unter 14 Jahre) bei Eintritt der Schwangerschaft.

In Österreich gilt die so genannte „Fristenlösung“, d. h. dass Sie laut Gesetz eine Schwangerschaft ohne Angabe von Gründen innerhalb der ersten drei Monate abbrechen können.

Wenn die oben angeführten schwerwiegenden Gründe bei Ihnen zutreffen sollten, können Sie dies mit Ihrer bzw. Ihrem betreuenden Gynäkologin bzw. Gynäkologen, in einer Familienberatungsstelle oder in einem Frauengesundheitszentrum besprechen. Man wird Sie über die weitere Vorgangsweise informieren. Schwangerschaftsabbrüche werden in Österreich meistens ambulant in der Praxis einer Ärztin bzw. eines Arztes oder in privaten Ambulatorien durchgeführt. Öffentliche Krankenhäuser führen den Schwangerschaftsabbruch nur in einem geringen Ausmaß durch.

Sie müssen sich für Ihre Entscheidung gegenüber dem beratenden und medizinischen Personal nicht rechtfertigen!

Bitte bedenken Sie, dass keine Ärztin bzw. kein Arzt dazu verpflichtet ist einen Schwangerschaftsabbruch durchzuführen. In den Spitalsambulanzen und Beratungsstellen werden Ihnen Ansprechpartnerinnen und -partner vermittelt oder Sie können auf der Website www.abtreibung.at eine Liste jener Einrichtungen, Ärztinnen und Ärzte finden, die einen Abbruch in Österreich durchführen. Bevor Sie die Entscheidung treffen, können Sie sich entweder in einer Familienplanungsstelle, einem Frauengesundheitszentrum oder im Spital beraten lassen.

Sie müssen sich für Ihre Entscheidung gegenüber dem beratenden und medizinischen Personal nicht rechtfertigen! In bestimmten seltenen Fällen übernehmen die Fürsorgeträger oder die Krankenkassen die Kosten für den Schwangerschaftsabbruch. In allen anderen Fällen müssen Sie die Kosten dafür selbst tragen.